3D-Druck in der Landschaftsarchitektur
Physische Modelle sind seit jeher ein zentraler Bestandteil der Planungsmethodik in der Landschaftsarchitektur. Während die Arbeit mit digitalen Modellen in den letzten Jahren zugenommen hat und dadurch immer weniger physische Modelle gebaut werden, ermöglicht der 3D-Druck aktuell eine Renaissance dieser greifbaren Modelle. Durch die Kombination von digitaler Planung und moderner Fertigungstechnologie lassen sich physische Modelle effizient und präzise erstellen.
Vorteile physischer 3D-Druckmodelle
Diese Modelle unterstützen das räumliche Verständnis und sind besonders in physischen Sitzungen mit Auftraggebenden und Planungsteams äusserst hilfreich. Sie fördern die Verständlichkeit komplexer topografischer oder städtebaulicher Situationen erheblich. Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass ein Projekt durch das physische Modell für alle Beteiligten greifbar und erlebbar wird. Dabei dienen die Modelle nicht nur der Veranschaulichung, sondern finden auch im eigentlichen Entwurfsprozess Anwendung.
Technische Grundlagen des 3D-Drucks
Für den 3D-Druck eignen sich insbesondere Modelle in kleinen Massstäben, da diese relativ einfach zu erstellen sind. Die benötigten Daten werden beispielsweise bei Swisstopo bezogen und anschliessend in der Software Revit aufbereitet. Von dort aus erfolgt die Übertragung des Modells über die STL-Schnittstelle zur Druckersoftware, in der das eigentliche Drucken angestossen wird. Moderne 3D-Drucker ermöglichen darüber hinaus das Drucken in mehreren Farben, wobei zu beachten ist, dass der mehrfarbige Druck fehleranfälliger sein kann.
Ein wesentlicher Vorteil des mehrfarbigen Drucks besteht in der verbesserten Darstellungsmöglichkeit. Allerdings muss eingeplant werden, dass ein mehrfarbiger 3D-Druck mit den Massen 30 cm x 30 cm etwa 24 Stunden in Anspruch nehmen kann, während ein einfarbiger Druck lediglich ein Drittel dieser Zeit benötigt.


Fazit
3D-Druckmodelle stellen ein wirkungsvolles Instrument zur Unterstützung von Planungsprozessen in der Landschaftsarchitektur dar. Sie erleichtern die räumliche Vorstellung, fördern den Dialog mit Projektbeteiligten und ermöglichen eine anschauliche Präsentation auch komplexer Entwürfe.
