Campus
Irchel Mitte Nord

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Campus
Irchel Mitte Nord

Im Rahmen des Studienauftrags zur Weiterentwicklung des Campus Irchel wurde die landschaftsarchitektonische und ökologische Projektierung für den Übergangsraum zwischen Irchel Mitte und Irchel Nord entwickelt. 

Der Entwurf knüpft an die landschaftsarchitektonische Grundidee des ursprünglichen Irchelparks an und denkt diese unter heutigen Anforderungen an Biodiversität, Gewässerökologie und Klimaanpassung weiter.

Status

Wettbewerb

Ort

Zürich-Unterstrass

Partner

EBP Schweiz AG, Zürich
Locher Ingenieure AG, Zürich
gleis 2, Visualisierung & Illustration, Lindenberg (D)

Zeitraum

2024-2025

Auftraggeber

Baudirektion Kanton Zürich, Hochbauamt

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Ein zentrales Element der Planung bildet der Spitalerbach. Im Zuge der Neuordnung des Areals wird der Gewässerraum verbreitert und teilweise neu geführt, sodass ein naturnaher Bachlauf mit flachen Uferzonen und vielfältigen Vegetationsstrukturen entsteht. Die Gewässergestaltung verbessert sowohl die ökologische Vernetzung als auch die Aufenthaltsqualität im Parkraum.

Im Bereich des ehemaligen Zoologieteichs entsteht ein Feuchtgebiet, das als Retentionsraum für Regenwasser aus den umliegenden Dachflächen dient. Durch eine Kombination aus oberirdischem Wasserrückhalt und unterirdischen Retentionsvolumen wird ein integrales Regenwassermanagement umgesetzt, das den Prinzipien der Schwammstadt folgt und gleichzeitig neue Lebensräume für wechselfeuchte Vegetationsgesellschaften schafft.

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Die Freiraumgestaltung basiert auf einem fein abgestimmten Mosaik unterschiedlicher Lebensraumtypen. Vorwaldgesellschaften mit Pioniergehölzen, artenreiche Wiesen sowie Krautsäumen schaffen ein vielfältiges Habitatangebot und fördern die Biodiversität innerhalb des Campusparks.

Gleichzeitig entstehen differenzierte Aufenthaltsräume für Studierende, Forschende sowie Besuchende des Parks. Informelle Sitzorte, offene Parkräume und neue Querungen über den Spitalerbach schaffen eine abwechslungsreiche Abfolge von Landschaftsräumen.

Ein klar strukturiertes Wegesystem gewährleistet eine sichere und effiziente Erschliessung des Areals. Fuss- und Veloverkehr werden weitgehend getrennt geführt und folgen einer topografisch integrierten Linienführung, wodurch zusätzliche Bauwerke minimiert und der landschaftliche Charakter des Irchelparks erhalten werden kann.

Die Planung berücksichtigt zudem die langfristige etappierte Entwicklung des Campus. Die Freiraumstruktur ist so konzipiert, dass sie auch während zukünftiger Bauphasen funktional und räumlich wirksam bleibt und sich schrittweise weiterentwickeln kann.

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planikum kam beim Studienauftrag in die engere Wahl und erreichte den 2. Platz.